#Hambibleibt: Ein Bericht von der Großdemo am 06.10.2018

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Überall im Wald hängen solche Schilder – mehr Fotos von der Großdemo mit Klick auf WEITERLESEN

Lest heute einen Gastbeitrag von Lisa Eggert, die bereits in den letzten Monaten in unserem Horsemanship-Blog einen kulturwissenschaftlichen Blick auf die VOX-Pferdeprofis geworfen hat (Hier geht es zu TEIL 1, in dem es um Bildsprache geht, TEIL 2 mit dem Fall Hidalgo von Bernd Hackl & TEIL 3 mit zwei Fällen von Sandra Schneider, u.a. ihr wahrscheinlich letzter Fall: Der Haflinger Nero).  Dieses Mal hat sie nun eine spannende Reportage zum Hashtag „Hambi bleibt“ geschrieben:

“ Was war das nervenaufreibend. Erst heißt es: Großdemo wegen Sicherheitsbedenken abgesagt. Dann am Freitag die unfassbare Erleichterung. Das Oberverwaltungsgericht Münster urteilt, dass die Rodung des Hambacher Forstes erst einmal gestoppt wird. Und einige Stunden später kippt das Verwaltungsgericht Aachen das Demonstrationsverbot. Wahnsinn. Aber der Reihe nach … (WEITERLESEN)

Bevor ihr auf WEITERLESEN klickt, schaut euch das Video zum Blogbeitrag an:

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Schein oder Nicht-Schein oder: das liebe Geld

Heute geht’s um Zirkustricks: Peter Pfister erklärt die Reihenfolge der Übungen und nimmt Stellung zu umstrittenen Videos

Eines muss man Pfister ja lassen: Er sucht das Gespräch, aber einen Trainerschein hat er ebenso wenig wie ich oder die Gestalten, die sich im Fernsehen so Profi schimpfen, während sie im TV unter Vortäuschung von Ahnung an diversen Pferden herumdoktoren.

Pfister und ich haben uns durch den Telefonhörer hindurch gegenseitig auf die Schulter geklopft und uns versichert, wie viele Kurse und Lehrgänge wir statt Schein besucht haben, womit wir zumindest nicht in die Kategorie fallen, dass wir – aufgrund eines Praktikums in den USA – meinen, Profi zu sein. Wir seien insofern entlastet, dass man in Deutschland die Frage Schein oder Nicht-Schein vom Staat mit „Mir doch egal“ beantwortet bekommt. Und wenn’s denn eh jedem Wurscht ist, allen voran der zahlenden Kundschaft, fragt sich unsereiner: Was bringt mir das? Kostet ja alles Geld und die mit dem Kenntnisstand des Praktikanten greifen einem dann die Kunden ab. Dennoch ist Schein oder Nicht-Schein das übergeordnete Thema bei all meiner Kritik: Deutschland braucht eine Mindestqualifikation für Trainer und in einem zweiten Schritt ggf. auch einen Pferdeführerschein, aber darum wird es in einem anderen Blogbeitrag gehen.
Heute liegt mir nämlich ein anderes Thema am Herzen. Was sagt Peter Pfister zu den Videos, die z.T. auseinander geschnitten bzw. aus dem Zusammenhang gerissen wurden?

Über Evita hatten wir im allerersten Beitrag gesprochen (das Telefongespräch): Wenn ein Pferd am Rad dreht, weil man selbst aus Versehen zu viel zu schnell versucht, dann muss man raus aus der Nummer und zwar, sobald das Pferd den ersten klitzekleinen Versuch in die gewünschte Richtung macht. Damit ist die Übung für diesen Tag beendet, damit das Pferd über Nacht darüber nachdenken kann. Und wenn das Pferd völlig durchdreht, dann sollte man manchmal tatsächlich auch dann abbrechen, obwohl es den Versuch gar nicht erst gab. Das ist natürlich eine Gratwanderung und nicht ohne Risiko und daher gebe ich Pfister recht, der zwischendrin sagte: „Aber Sie kennen das doch mit den Pferden.“ Stimmt: Wer ernsthaft glaubt, dass ein Pferd immer nur lieb und nett ist und mit Handauflegen zu erziehen sei, der lügt uns entweder etwas vor oder kennt nur das eine (eigene?) Musterschüler- Pferd, das möglicherweise seine Sturm-und-Drang-Zeit seit zwei Jahrzehnten hinter sich gelassen hat oder es handelt sich um dieses eine von hundert Pferden, das wirklich immer lieb und nett ist. Also, mir ist das noch nie begegnet und ich fahr ja viel rum in der Pferdegeschichte.
Zum Pferde ausbilden gehört ja nicht nur Vertrauen: Es braucht auch Respekt. Es geht nämlich immer darum, ein gesundes Maß zwischen Gehorsam und Motivation zu finden. Und auch wenn Goethes Mephisto das Böse will und das Gute schafft, so geht es uns Menschen oft andersherum: Wir meinen es gut und es geht trotzdem voll in die Hose. Pfister wollte den Leuten z.B. keinen Steiger mit nach Hause geben und hat bei Evita durchaus verantwortungsvoll handeln wollen, als er sagte, dass ein Pferd nicht lernen soll, mit gefährlichem Verhalten „durchzukommen“. Und ganz ehrlich: Manchmal ist das ja auch so; aber ein anderes Mal ist es umso wichtiger, dass ein Pferd mit seinem „Ich sage Nein“ eben doch „durchkommt“, weil wir unsere Pferde weder entrechten noch versklaven dürfen.
Das ist wie bei unseren Kindern: Sie dürfen und müssen damit durchkommen, wenn sie sagen, dass Ballett nicht das richtige Hobby für sie ist, sie nicht die Firma des Vaters übernehmen oder ganz banal wirklich nicht wollen, dass Tante Lieselotte sie jedes Mal abküsst, wenn man dort zu Besuch ist. Sie dürfen aber nicht damit durchkommen, dass sie den Müll nicht rausbringen, die Schule schwänzen oder den kleinen Bruder vermöbeln. Wenn mein Kleinkind verweigert, dass ich es im Autositz festschnalle, dann benutze ich wohl schon so etwas wie körperliche „Gewalt“, aber eben FÜRS Kind: Ich halte es auch mit eisernem Griff fest, wenn es darauf besteht, auf die Autobahn zu rennen. Bis hierhin sind wir uns wohl einig. Aber jetzt fangen die Grauzonen an und über die schlägt man sich in so mancher Diskussion verbal die Köpfe ein.
Im Umgang mit Pferden ist das ganz ähnlich und gerade die Grauzonen füllen Tausende von Facebook-Kommentaren: Auch ich lasse ein Pferd nicht damit „durchkommen“, dass es mir auf die Füsse tritt oder meine körperliche Versehrtheit auf andere Weise gefährdet oder aber ich bestehe darauf, dass das Pferd Vor- und Hinterhand bewegt, um mir Platz zu machen, oder aber auf dem Kreis die Richtung und die Gangart hält, damit die Frage des Wer-bewegt-Wen geklärt ist. Denn wenn ich das so handhabe, kommt es gar nicht erst so weit, dass anderen Gefahr durch meine Pferde droht.
Wenn ich mir für die Ausbildung meiner Pferde viel Zeit gelassen habe und eine sinnvolle Reihenfolge in den Übungen hatte, dann darf ich sogar verlangen, dass das Pferd sein Zimmer aufräumt und den Müll rausbringt … äh pardon .. einen Beitrag dazu leistet, seine Brötchen zu verdienen, wollte ich sagen. Ich selbst habe z.B. Schulpferde und in einem gewissen Rahmen müssen sie tatsächlich funktionieren. Wenn aber jemand auf meinen Pferden sitzt, der es tritt, damit es los läuft und an den Zügeln zieht, damit es anhält, dann werde ich garstig. Denn meine Pferde haben faire Arbeitsbedingungen und bemühen sich in ihrem Job „geduldiges Schulpferd“ nach Kräften. Deswegen bekommen Sie neben Luft und Liebe noch mehr dafür zurück: Spiel und Spaß nämlich und dazu gehören bei vielen Pferden auch Zirkuslektionen: Meine vier Vierbeiner lieben Zirkustricks, aber um das sinnvoll beizubringen, sollte man nicht selbst vor sich hinwurschteln (ich gebe es zu: Genau damit habe ich vor Jahren angefangen), sondern sich fachmännische Hilfe holen.

Früher haben wir kleine Zirkuslektionen beim Rodeo aufgeführt

Auch wenn Pfister immer wieder betont, dass er weniger Zirkustrainer, sondern vielmehr Horsemanship-Trainer sei, so sind es gerade die Zirkuslektionen, bei denen ich immer wieder denke: „Von dem kann ich noch sehr viel lernen – auch da, wo andere nicht mehr weiterwissen.“ Auch Pfister weiß, dass nicht jedes Pferd gleich ist oder auch, dass Übungen eine sinnvolle Reihenfolge haben müssen und sagt seinen Schülern gern: „Wenn ich oben am Ende der Treppe ankommen will, muss ich jede einzelne Stufe nehmen.“ Er erzählte mir vom Fundament, das eine jegliche Pferdeausbildung benötigt: Die Zirkuslektionen seien sinnbildlich das Dach auf einem Haus, das nur auf diesem stabilen Fundament stehen kann. Ich schlug vor: „Und wenn man es verpflichtend machen würde: Wer den Horsemanship-Kurs nicht hat, der kommt nicht in den Zirkuskurs?„, aber sinnierte zeitgleich, dass man natürlich auch zumindest ein Stück weit wirtschaftlich denken muss, worauf er prompt antwortete: „Genau. Ansonsten bekomme ich meine Kurse nicht voll„, was wahrscheinlich zu einem Aufschrei im Facebook-Mob führt „Das habe ich mir doch gleich gedacht: Es geht dem nur ums Geld„. Aber so ist das eben mit den Berufen: Man muss davon leben können und deswegen sind in JEDEM Beruf Kompromisse erforderlich.
Somit steht ein Trainer wirklich oft in einem Spannungsfeld, so dass er z.B. gezwungen ist, Einsteiger und Fortgeschrittene in einen Kurs zu packen: Sofern er den Einzelnen individuell abholt, was Pfisters erklärtes Ziel ist, ja auch kein Weltuntergang. Bei Evita war es allerdings der erste Kurs überhaupt. Aber selbst bei ihr wurde die Reihenfolge der Übungen eingehalten, aber möglicherweise in einem etwas zu schnellen Tempo. Freddy Knie senior hat ja nicht zu Unrecht gesagt: „Jeden TAG ein Zentimeter wird auch irgendwann zum Meter„, aber es gibt auch schon mal Pferde, die machen das ratzfatz in wenigen Minuten und da muss man dann nicht nur die Menschen, sondern auch die Pferde individuell abholen. Und wenn man dann sagt, ein einzelnes Pferd sei noch nicht so weit, bekommt man genau die Trainer unter die Nase gerieben, die da viel lockerer sind und nicht so auf Sicherheit rumpochen wie unsereins. Oder es wird hintenrum gemeckert: Bei Trainer XY durfte ich ausreiten, obwohl ich noch nie auf einem Pferd gesessen habe, aber die Steiners machen da voll den Wind mit ihrer Sicherheit und das es auch den Pferden Spaß machen soll.
Gerade eben erlebt: Im eMail-Kontakt waren es angeblich beides fortgeschrittene Reiter und als sie auf dem Pferd sitzen, erfährt man nur durch inquisitorisches Nachbohren, dass ER zwar irgendwann mal drei Tage intensiv geritten ist, SIE aber erst das zweite Mal in ihrem Leben auf dem Pferd sitzt. Wenn man wirklich jedes Risiko ausschließen will, schickt man solche Leute nach der verpflichtenden Einzelstunde auf dem Reitplatz nach Hause, aber jetzt kurz vor Weihnachten brauchten wir dringend das Geld und suchten händeringend einen Kompromiss, nachdem wir soeben erst ihren Kundenwunsch „Wie soll ich jetzt ernsthaft ein Pony reiten?? Wir wollten eigentlich richtige Pferde reiten,“ abgeschmettert hatten. Wir haben halt nur den einen superbraven Lucky, für den ich die Hand ins Feuer lege, weil der trägt auch WDR-Reporter durch die Lande. Der Reporter saß wirklich zum allerersten Mal auf einem Pferd, aber trotzdem … na ja, wir haben einfach zwei Begleiter für zwei Reiter beim Ausritt mitgeschickt und darauf bestanden, dass die beiden Helme anziehen („Muss das sein?„) – die Kunden sehe ich mit Sicherheit nicht wieder. (unterm WDR-Video geht es weiter, und dort auch: Pfisters Statement zu den anderen Videos).

Als Trainer steht man also zwischen den Fronten und weil es keine Mindestqualifikation gibt, ist da die joviale und kumpelhafte Konkurrenz erfolgreicher, selbst wenn man diese als Ausreitkunden getarnten Reitanfänger sogar auf buckelnde Jungpferde setzt. Mit wem ist noch mal das Glück?
Wir anderen, die zumindest versuchen seriös zu sein, stehen oft zwischen den Stühlen: Einerseits ums Wohl der Pferde bemüht, andererseits wollen wir aber auch ein offenes Ohr für die Wünsche der Kunden haben, die, wenn sie denn Pferdebesitzer sind, einem nicht selten das Gegenteil von dem erzählen, was einem später das Pferd erzählt: nämlich einen vom Pferd. Bis hierhin konnten Pfister und ich uns gegenseitig die eine oder andere Anekdote erzählen, aber unterm Strich lieben wir diesen Job, die Pferde und die Leute, die folgende Träume haben: Was wäre das schön, wenn mein Pferd sich mal für mich hinlegt. Pfister ist sogar so bemüht und bescheiden, dass er seinen Kunden sagt, dass ein Kurs bei ihm immer eine Reise sei, bei der alle Beteiligten Neues lernen. Aber es ist eine Reise mit Reiseführer, der die Spielregeln bestimmt, z.B. die Reihenfolge der so genannten klassischen Lektionen: Erst die Verbeugung (Plié), dann das Kompliment und dann das Knien (A genoux genannt). Das kommt aber erst, wenn das Kompliment auf beiden Seiten „sitzt“. Zum Hinlegen kommt dann noch die Bergziege als Vorübung hinzu und auch das Kompliment hat spezifische Zutaten: das Wiegen, das Bein anheben auf Touchieren, die Beine weit auseinander stellen und, und, und … Hier kennt Pfister keine Kompromisse: Es wird keine Vorübung ausgelassen – auch wenn ich mir dazwischen die Nacht zum Drübernachdenken wünschen würde, muss ich eingestehen: Wie soll das gehen auf einem Kurs? Daher hat Pfister im Kurs den Wunsch, die Pferde so weit zu bringen, dass die Leute zuhause alleine weiterüben können.
Auch liegt es ihm am Herzen, Kunden (sprich: Pferdebesitzer) in die Entscheidungen mit einzubeziehen: Pfister stellt also zu Beginn des Kurses die möglichen Wege zum Traumziel vor und lässt die Kursteilnehmer jene wählen, die ihnen am Meisten zusagen. Da ticke ich ja ein bißchen anders und trampel da lieber durch den Porzellanladen, indem ich mir denke: „Sch… drauf, was die Teilnehmer wollen, wir suchen nach der Methode, die am Besten zum Pferd passt“,  und laber‘ dann solange auf die Teilnehmer ein, bis die einwilligen, damit ich endlich mal den Rand halte. Das hat zuweilen die Folge, dass die Kunden nicht sooo begeistert sind, die ich dann meinem Sohn aufs Auge drücke, der ist geduldiger … ihr merkt schon: Es ist eine Gratwanderung, die zudem auch für den Trainer nicht ungefährlich ist, der sprichwörtlich seine Knochen hinhält – oft genug für „einen Appel und ein Ei„.
Genug des Vorgeplänkels: Kommen wir endlich zu den beiden Videos, die ich am Vorabend des Telefonats hochgeladen und am nächsten Tag gelöscht habe und das weniger auf Pfisters Wunsch, sondern vielmehr weil kein soziales Netzwerk Tierquälerei-Bilder in seinen Richtlinien zulässt (wobei ich nicht gesagt haben will, dass hier Tierquälerei abgebildet ist) und auch weil Leute auf den Videos sind, die Privatpersonen sind und die damit verbundenen Rechte auch haben sollten. Auch wenn in diesem konkreten Fall das Recht auf das eigene Bild über das öffentliche Informationsinteresse ausgehebelt werden dürfte, reicht es ja auch völlig aus, dass durch das kurzfristige Veröffentlichen bewiesen ist, dass Evita nicht das einzige Pferd war an diesem Trainingstag in Leichlingen, dass „eher unter Stress geriet“, um die Formulierung aus dem HORSEMAN zu bedienen (HIER nachzulesen). Egal: Wenn etwas bereits bewiesen ist, gibt es keinen vernünftigen Grund, solche Videos weiter im Netz kursieren zu lassen.

Hat zwar nichts mit Peter Pfister zu tun, weil wir das sind (seinerzeit beim Rodeo im Vorprogramm), aber Cisco steigt 😉

Also: Beim Pferd im zweiten Video, dass das „A genoux“ (Knien) lernen sollte, war jede einzelne oben genannte Vorbereitung erfolgt: Das Kompliment klappte auf beiden Seiten, doch das Pferd traute sich  nicht recht, beide Beine auf einmal einzuknicken (obwohl es das anatomisch kann, sonst könnte es sich ja nicht hinlegen). Pfister wollte dem Pferd über diese Situation hinweg helfen und nahm aus diesem Grund eine zweite Longe. „Man weiß doch vorher nicht, dass das Pferd dann diese Gegenwehr zeigt„, erklärte mir Pfister, der sagte, dass in Leichlingen schief ging, was schief gehen konnte. Solche Szenen seien bei ihm nicht der Regelfall. Die aus dem Zusammenhang gerissenen Sekunden sahen dennoch dramatisch aus, aber verstehen kann ich Pfister schon, denn man weiß wirklich vorher nicht, wie ein Pferd sich verhält. Ein „Ja, aber …“ wollte ich mir dennoch nicht verkneifen: „Na ja, aber das Pferd ist dann ja mit den >Knien aufgeknallt< und wenn es meins wäre, … Turnierpferd und so … und dann riskiert man da einen Haarriss, dann wäre ich auch nicht soo glücklich“, muss aber eingestehen: Hellsehen kann auch ein Herr Pfister nicht, der uns auf einer Messe einmal einen hervorragenden Tipp gegeben hat, den wir dann mit unserem Pony Cisco umgesetzt haben (1. Video in folgender Playlist – danach einige zur Fußlonge, z.T. deswegen kommentiert, damit die Zuschauer – möglicherweise mit Pferden, die noch nicht bereit dafür sind – das nicht nachmachen. Das hier sind übrigens weder Lehr- noch Profisvideos, sondern „nur so“).


Pfister Buch Bild

Der Beitrag wurde in diesem Buch erstveröffentlicht

Im dritten Video „schnauzte“ Pfister: „Lass ihn nicht los„, und der Facebook-Mob denkt jetzt vielleicht, was für ein fieser Möpp der Pfister sei. „Ja, soll ich denn das Pferd mit der Fußlonge am Bein in der Halle rumlaufen lassen?“, war ein weiteres Argument von Pfister, das nicht von der Hand zu weisen ist. „Aber wir müssen bessere Wege finden und alte Zöpfe abschneiden„, wusste ich es mal wieder besser, denn wenn ein Pferd mit Fußlonge wegläuft, dann sei es definitiv nicht bereit dafür. Pfister sagte: „Ich habe deswegen ja sofort nach dem Unfall mein Konzept umgestellt und Konsequenzen aus meinen Fehlern gezogen.“ Konsequenz ist nicht gleich Rücktritt, denn wir sind ja auch nicht in der Politik und da muss es reichen, wenn alte Methoden in Frage gestellt werden. Dennoch ist diese Situation ist ein dreiviertel Jahr später völlig eskaliert und das versteht Peter Pfister nicht: „Es sind auch schon bei anderen Trainern Unfälle passiert – auch schon mit Todesfolge. Warum werde jetzt gerade ich öffentlich ans Kreuz genagelt?
Ich denke, dass es dafür plausible Gründe gibt und darum geht es in einem der nächsten Blogbeiträge in dieser Reihe „Gespräche mit Peter Pfister“, die auszugsweise im politischen Blog erscheinen sollen (hier geht’s zu TEIL 1, der Pfister-Reihe), denn wie oben erwähnt, hat dies für mich auch eine politische Dimension – hier ein Brainstorming der Themen:

  • Totalversagen der Fachpresse: Was passiert, wenn ungelernte Menschen zur vierten Gewalt im Staat werden und andere Verschwörungstheorien
  • Ein einziger unbedachter Satz auf Facebook, der (fast) alles verändert
  • Was der Fall Pfister mit Stephen Kings Roman „In einer kleinen Stadt“ zu tun hat
  • Trainer-Duell: „Wenn Sachebene und persönliches Ohr miteinander kollidieren“ (Friedemann Schulz von Thun lässt grüßen) oder „Warum weniger oft mehr ist

Mehr Schein als Sein – nicht auf der Equinale

 

Dieser Bericht bzw. Interview ist in meinem Buch „Tod eines Pferdes – Zirkuslektionen im Fokus“ bereits erschienen. Peter Pfister hat behauptet, dass Uwe Jourdain ihn bei der Equinale „schlecht gemacht“ hätte. DasVideo von den sieben Minuten vor Evitas Tod wurde der Equinale aber von einer anderen Person zugesandt (der Name ist mir bekannt).

Equinale Programm„Es gab eine Stelle im Dokumentarfilm über Peter Pfister, die mich ein klein wenig irritiert hat. In einem kleinen Augenblick sah seine Arbeit am Pferd grob aus und daher habe ich mich kurz gefragt: Wie arbeitet er wohl, wenn keine Kamera läuft?“, erinnert sich Nile Pils, Organisatorin der Filmfestspiele Equinale. In einem Telefoninterview gesteht sie aber zu, dass der Rest des Films “Der Pferdemann” ansprechend gewesen sei. Daher sei der Pfister-Film solange in der engeren Auswahl gewesen, bis Pils davon erfuhr, was in Leichlingen mit dem Pferd Evita passiert war.

Zum Hintergrund des Festivals: Eigentlich werden nur vier ausgewählte Filme beim Festival gezeigt, aber 2017 hätte man dort als fünften Film auch diese Dokumentation über Peter Pfister hinzu genommen. Aber dann bekamen die Macher der Equinale einen kleinen Tipp. „Darüber war ich heilfroh“, zeigt sich Gründerin Nile Pils erleichtert.
Auch ein Film über Totilas sei eingereicht worden. Dieser sei von einer holländischen
Produktionsfirma gewesen und so wurde schnell auch das Thema Rollkur in  den Ring geworfen.

„Bei der Equinale soll ja der besondere Film gezeigt werden“, erläutert Pils und liest mir den Grundgedanken vor: „Mit dem Filmfestival Equinale möchten wir das Bewusstsein für ein Miteinander zwischen Menschen und Pferd bzw. Mensch und Natur in den Mittelpunkt stellen. Wie können wir eine gute Beziehung zueinander entwickeln? Wie gestalten wir eine starke Bindung, die von Vertrauen und Geben und Nehmen gekennzeichnet ist? Die Filme zeigen eine große Bandbreite von unterschiedlichen Sichtweisen und Erfolgsrezepten auf. Sie klären auf, lassen den Rezipienten mitfühlen und vielleicht ein neues Verständnis für Pferde entwickeln.“

Nachdem Pils die Szenen gesehen hat, die am Ende zum Tod von Evita geführt haben, war das nicht stimmig – selbst wenn der Film an sich gut gemacht und schön bebildert war. Pils liege es fern, sich in Streitigkeiten zwischen zwei Trainern einzumischen und sie vertritt einen neutralen Standpunkt. Sollte es aber bis Juni 2018, wo auf ihrem Gelände in Mecklenburg-Vorpommern eine Veranstaltung geplant ist, eine Klärung gegeben habe, sei sie bereit, die Dokumentation über Pfister dennoch zu zeigen, aber zeitgleich eben auch den anderen Film: Das Video, in dem Evita 13 mal gestiegen, drei mal gestürzt ist und sich nach dem dritten Sturz das Genick gebrochen hat. Nur einen der beiden Filme zu zeigen, würde die Tatsachen verzerren. (Nach meinem React äußert sich Nile Pils zum Mustang Makeover. Die Produktionsfirma Catamaran Film hat einen Film übers MMO gemacht und sich damit beworben).

 

Nile Pils ist streng und kompromisslos, wenn es um die Auswahl der Filme geht und alleine die Tatsache, dass ein Film scharfe und ansprechende Bilder zeigt, sei nicht das Hauptkriterium. „Wir hatten auch einen wunderschönen Film über das Mustang Makeover, der zwei Trainerinnen in den drei Monaten bis zum Event begleitet hat.
PLAKAT A 1 cmyk jpgGut gemacht allein, reicht aber eben nicht – wir schauen hinter die Kulissen, so weit uns das möglich ist, und das Hauptkriterium muss Glaubwürdigkeit sein.“ Pils sieht das Mustang Makeover kritisch und kann beim besten Willen keinen Unterschied zum Bundeschampionat oder anderen Turnierveranstaltungen im Pferdesport entdecken. „Es gibt Gewinner und Platzierte – also ist es ein Turnier. Daran ist nichts zu rütteln“, sagte die gelernte Pferdefachfrau, der ihr Geld nicht zu schade war, ihn für einen Trainerschein auszugeben, den in der Pferdewelt niemanden zu interessieren scheint. „Die Trainer ganz ohne Ausbildung greifen die Kunden ab, wenn diese sich gut vermarkten können“, übt Pils Gesellschaftskritik. Die Leidtragenden sind dabei nicht nur die Pferde, sondern auch die Kunden, die am Ende ihr Geld für etwas ausgeben, was sie mit ihrem Pferd dann doch nicht oder nur sehr wenig weiterbringt. Und wenn doch, dann im Hauruckverfahren.
Pfister Buch BildWir wissen jetzt nur zu gut, wer den Preis dafür bezahlt, auch wenn es oft genug gut geht und Pils muss eingestehen: „So schrecklich das alles ist und so erschreckend diese Videosequenzen sind: Immerhin ist durch den Tod Evitas erwiesen, dass nicht die Turnierreiter die Bösen sind und die Freizeitreiter die Guten. Zu viel Ehrgeiz kann es überall geben, aber es gibt auch die, die ihrem Pferd die Zeit geben, die es braucht: Manchmal Tage, manchmal Wochen und manchmal Monate – je nach Pferd.“ Daher habe sie ein beiläufiger Satz von Michael Strussione, Veranstalter des Mustang-Makeover, ein wenig irritiert. „Er stellte die Qualitäten eines Trainers infrage, wenn dieser nicht binnen zwei Wochen ein Pferd unterm Sattel hätte“, erinnert sich Pils an ein persönliches Gespräch anlässlich der vorm React erwähnten Bewerbung fürs Festival mit dem Film über Tanja Riedinger und Sandra Schneider, die 2017 beim Mustang Makeover mitgemacht hatten. „Tanja ist ein sehr nettes talentiertes Mädchen und hat mit ihren eigenen Pferden und auch mit dem Mustang viel erreicht, aber bei dieser Veranstaltung werden junge Mädchen deswegen zu Trainern erklärt, weil sie auf Youtube viele Follower haben.“
Ein Trainer brauche sehr viel weitreichendere Kenntnisse, z.B. über Anatomie, über Lernverhalten, über Pferdepsychologie und genau das muss er auch vermitteln können.
„Es ist auch ein Unterschied, einem einzelnen Pferd oder seinen beiden privaten Ponys publikumswirksame Showtricks beizubringen oder als seriöser Ausbilder Tag für Tag den unterschiedlichsten Pferdetypen zu begegnen“, stellt Pils die Aussage dieses Trainerwettbewerbs infrage. Eine solide Pferdeausbildung sei unspektakulär und vielleicht sogar langweilig anzusehen, aber sie diene dem Wohlbefinden und der Gesunderhaltung
der Pferde. „Vielleicht ist der Titel „Trainerchallenge“ etwas unglücklich gewählt und irreführend, denn eigentlich ist das Mustang Makeover auch nur ein Reitturnier. Zwar sind einige professionelle Trainer dieses Jahr mit dabei, aber eben auch junge Youtuberinnen. Wenn man es genau sieht, ist es beim „normalen“ Turnier ja auch üblich, dass Trainer und Hobbyreiter in einer Klasse starten, aber da könnte man endlos diskutieren“, ergänzt Nile Pils aus heutiger Sicht (das Zitat ist im Buch nicht enthalten). Auch das Thema Sicherheit der Darsteller darf nicht außen vor bleiben, denn Tanja Riedinger ist von ihrem Mustang einmal getreten worden und musste ins Krankenhaus, hatte Riedinger in einem Zeitungsinterview erklärt.
Die in der Equinale gezeigten Filme sollen Spaß machen und eventuell sogar ein Umdenken
im Pferdebereich anregen. „Da hat uns der dritte Ostwind-Film beeindruckt, denn dieser übt am Rande Gesellschaftskritik, indem gesagt wird, dass Wasser aus moralischen Gründen nicht privatisiert werden darf,“ plaudert Pils ein wenig aus dem Nähkästchen, auch wenn man auf der anderen Seite eine andere Botschaft des Films „Nur-mit-Halsring-ist-pferdegerecht“ eher kritisch sehen sollte.

Kapitalverbrechen Kollegenschelte: Die Sache mit dem Neid (Glosse)

Bevor es zum eigentlichen Blogbeitrag geht, ein Video – wer den Fall gar nicht kennt, fängt aber besser mit DIESEM an, denn in dem unten geht es darum wie ein Kollege das Geschehen als Unfall verharmlosen will – Veterinärämter & Staatsanwaltschaft sprechen von schweren Verstoss gegen das Tierschutzgesetz – es wird in mehreren Fällen ermittelt.

DER SATIRE 1. TEIL: Magazin HORSEMAN braucht einen Rechenschieber

DER SATIRE 2. TEIL: MEIN PFERD vertuscht die Wahrheit

Auch die Dressurstudien reihen sich ein in die Reihen der Magazine, die die Hauptaufgaben der Fachpresse (öffentliches Informationsinteresse & Kontrollfunktion) ignorieren und mit stolzgeschwellter Brust erklären, dass sie „ganz bewusst“ nicht über Evita berichtet haben – zunächst aber ein kleines Vorab:

Satire Definition

Sachlich ist langweilig: Ich übe lieber Kritik, denn die Presse tut es ja nicht, außer an der unschuldigen Ausrüstung

Habt ihr eigentlich gewusst, dass ich mal bei den Dressurstudien gearbeitet habe? Es war nur ein kurzes Intermezzo. Ich hatte damals zunächst für artgerecht-pferd geschrieben. Meine Artikel fielen offensichtlich auf und daher hat mich eine Redakteurin der Dressurstudien angeworben. Man brauche dort Verstärkung, weil einige Kollegen aufgehört hätten, und dann war es vorbei mit meiner locker-flockigen zuweilen frechen „Schnüss“. Jetzt sollte es seriös sein: Kann ich auch, habe ja Jahrzehnte in Nachrichtenredaktionen gearbeitet, aber selbst da hat man auf den Konjunktiv dann doch oft verzichtet, wenn klar war, wessen Meinung wiedergegeben wird – nicht so bei den Dressurstudien.

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Angst vor der Wahrheit in der Pferdefachpresse – Satire #2

Pfister Buch Bild

Dies ist ein Ausschnitt aus meinem neusten Buch: VORSCHAU

Im letzten Blogbeitrag habe ich die Zeitung HORSEMAN satirisch aufs Korn genommen, weil die wohl entweder einen Duden oder einen Rechenschieber benötigen. Heute schauen wir uns an, ob Reiterrevue und Mein-Pferd besser zählen bzw. den Duden bedienen können.

Bei der Reiterrevue hat auch irgendein Informant den Unterschied zwischen Steigen und Sturz nicht auf die Kette bekommen, aber die waren ja – im Gegensatz zum HORSEMAN – nicht dabei und müssen sich auf das verlassen, was man denen sagt. Immerhin hat die RR-Journalistin inkognito einen Kurs bei Peter Pfister besucht. Aber dient es wirklich der Wahrheitsfindung, wenn man NACH so einem Vorfall einen Kurs besucht, wenn das Konzept unmittelbar nach dem tödlichen Sturz des Pferdes doch umgestellt wurde? Die Öffentlichkeit hat nichtsdestotrotz ein Recht darauf zu erfahren, was genau in Leichlingen geschehen ist.

Für den Bericht in der MEIN PFERD wurden wohl allen Beteiligten die gleichen Fragen vorgelegt. Die darauf abgegebenen Statements wurden genauso abgedruckt wie der Befragte sie niedergeschrieben hat – inklusive einiger Interpunktionsfehler. Einordnen von Fakten als Aufgabe der Fachpresse? Pustekuchen. Pfister und der Trainer, der am Ende das Video, das aus drei dann wieder eine 13 gemacht hat, auf Facebook geteilt hat, sollten noch zwei individuelle Fragen beantworten und das waren ja wohl Suggestivfragen (die erwartungsgemäßen Antworten zitiere ich im PR-Analyse-Teil). An dieser Stelle ist festzuhalten, dass MEIN PFERD Pfister damit einen Bärendienst erwiesen hat. Der stand nach dem Bericht nämlich da als jemand der sagt: „Alle sind Schuld, nur ich nicht“, obwohl er genau das – wie er mir sagt – eben nicht denkt. Meiner Einschätzung nach ist er in Public Relations ähnlich unbedarft wie ich mit Whats App – und da darf es dem Redakteur nicht zu schwör sein, irrelevante Aussagen, die eben so gar nicht zur Aufklärung beitragen, dem Rotstift zum Opfer fallen zu lassen. Passt gut ins Thema „Verantwortung“, aber das war ja ein anderes Blättchen.

Die Gerüchteküche brodelt ja auch so vor sich hin und behauptet, dass bei MEIN PFERD die ganze Wahrheit lange vorm Zeitpunkt der Berichterstattung eingetrudelt sein soll. Der ehemalige Chefredakteur (erwartungsgemäß ebenfalls ohne Redakteursausbildung, mittlerweile Ex-Chefredakteur) soll einen Bericht geschrieben haben, der dann aber doch nicht abgedruckt wurde, weil angeblich zu einseitig: Der arme Herr Pfister war ja gar nicht zu Wort gekommen. Meine Güte, der Mann hat Telefon – ruft den doch einfach an, dann kommt er zu Wort. Deswegen muss man doch nicht gleich einen ganzen Artikel in die Tonne kloppen.

Nun hieß es in der MEIN PFERD-Redaktion: Auf ein Neues !!! Und weil dem Redakteur ja wirklich nichts zu schwör ist, formuliert er ein paar Fragen, schickt sie vier „Experten“ und druckt die Antworten ungeprüft so ab, wie sie eintrudeln. Jeder sagt, was er sagen will, der Rotstift wird eingemottet und Herr Pfister doziert, dass das Pferd schonend an die Beinlonge gewöhnt worden wäre – auf das siebenminütige Video treffen viele Adjektive zu, aber schonend?

Lobenswert ist ja, dass eine Ostheopathin in der MEIN PFERD zu Wort kam, die in Sachen Anwendung von Fußlongen davor warnte, dass das Pferd das Gleichgewicht verlieren könnte und mit den Karpalgelenken so abrupt auf dem Boden aufkomme, dass Knochenbrüche nicht ausgeschlossen seien. Wo sie Recht hat, hat sie Recht. Aber keine der Zeitschriften erwähnt, dass in Leichlingen ein anderes, nicht verunglücktes Pferd tatsächlich mit den Karpalgelenken auf den Boden „geknallt“ ist, weil es das Gleichgewicht verloren hatte – ist ja auch nicht ganz einfach mit dem Gleichgewicht für einen Vierbeiner, wenn zwei (!!!) der vier Beine in Longen stecken.

MEIN PFERD startete eigentlich vielversprechend in einen ausgewogenen Bericht, um dann am Ende kläglich zu versagen mit einer Suggestiv-Frage an Uwe Jourdain: „Seit dem tödlichen Unfall eines Pferdes beim Erlernen des Kompliments, bemühen Sie sich sehr, dass sich diese Nachricht schnell verbreitet. Was ist Ihr Motiv dabei?“

Zwar wurde allen Trainern der Beitrag zur Durchsicht zum Lesen gegeben (so etwas gab es bei uns in der Nachrichtenredaktion damals nicht. Das wäre ja noch schöner, hätten wir den Laden gleich dicht machen können), aber macht es ja nicht besser, wenn man sich den Rotstift spart, wo er dann doch mal hingehört, weil solch ein  Statement keineswegs das öffentliche Informationsinteresse bedient, sondern Öl ins Feuer gießt. Welche Folgen das haben kann, habe ich als Fiktivversion formuliert, eine Art Märchen also, das sich weder Aufklärung noch Aufzählung von Fakten schimpft:

Trainerduell: Riesenkrach um eine kleine Longe – coming soon

Abschließend einen erhobenen Zeigefinger zum Beruf Chefredakteur – ob jetzt als Ex oder als Hopp? Ist der Chefredakteur identisch mit dem Herausgeber wie im HORSEMAN, dann machste ja erst mal nix“, aber abgesehen von der Nullkommanichts-Qualifikation. Hat der überhaupt die Zeit für diese immense Verantwortung, die ein solcher Job mit sich bringt? Meines Wissens ist der Hans-Dampf-in-allen Gassen mit seinen drölfzig anderen Berufen als Reitlehrer, Pferdetrainer und Moderator von Veranstaltungen. Woher nimmt er die Zeit sich ordentlich um sein Käseblättchen mit dem vielversprechenden Titel zu kümmern??


In diesem Sinne ohne Witz: Die Presse hat eine Kontrollfunktion, dient als vierte Gewalt im Staat und soll das öffentliche Informationsinteresse bedienen, Fakten einordnen und nicht Kommentare als Fakten betiteln und keinesfalls die eins vor der drei wegstreichen, um einen Eindruck von „Das Pferd hat wohl jetzt eher (!!!) Stress als Freude, also zumindest aus der subjektiven Sicht der Anwesenden“ zu erwecken.

Als Schmankerl zum Schluß gibt es folgenden Ausschnitt aus einem anderen Blättchen, damit ihr was zu lachen habt, denn man liest: „Pfister legte ein Seil um ihr Bein. Diese Methode ist sehr umstritten und wird eigentlich nur noch bei Wildpferden oder sehr starken Hengsten beim Schmied verwendet, um die Hufpflege ausführen zu können, aber selbst da, ist diese Methode nur noch sehr selten. Denn umso mehr sich das Pferd wehrt, desto fester wird auch die Schlaufe.“ Tut mir leid, ich muss weg, um all meine Bücher über Zirkuslektionen in die Tonne kloppen, weil da stehen Lügen drin: Die beschreiben doch glatt und allesamt die Fußlonge zum Erarbeiten oder besser Festigen des Kompliment, dabei nimmt man die für die Hufpflege und um Löwen … pardon … Wildpferde zu bändigen. Lest selbst:

https://horse-flash.com/2017/12/11/zirkuslektion-endet-toedlich-fuer-beliebte-ponystute/

00 Beinlonge

Bitte keine herkömmliche Longe als Fußlonge mißbrauchen. Beinlongen dürfen nicht einschneiden und müssen breit genugsein damit ein Pferd sich vertrauensvoll hinein stützen kann

Auf Youtube testen wir eine gesponsorte Beinlonge (Foto) und die Videos von Eva Wiemers, die man hier kaufen kann: www.wiemers.at/filme-1/ Die ersten beiden sind umsonst und die käuflich Erwerbbaren sind etwa eine Stunde lang, sieben an der Zahl. Unsere Testfrage ist:

Kann ich einem Pferd anhand von Videos auf pferdegerechte Art das Liegen beibringen?

Die Reihe läuft in unserem Natural Horsemanship-Kanal, denn auch bei Wiemers beginnen Zirkuslektionen mit vertrauensbildenden Horsemanshipaufgaben.

Siehe folgende Playlist:

Zeitschrift HORSEMAN braucht Rechenschieber & Duden (Satire)

Evita kipptKeine Angst vor der Wahrheit„, ist ja der “neue” Leitspruch des Magazins Spiegel und wenn die die Wahrheit irgendwie zu packen kriegen, dann kriegen wir die auch zu hören und zu lesen. Dafür schmeißen wir diesen Magazinen und Sendungen ja das Geld in den Rachen, damit wir nicht selbst bei jedem Thema 17 Mal zum Telefon greifen müssen, um all die relevanten Infos mühevoll allein heraus zu klamüsern.

Was für ein Glücksfall ist es da, dass jemand vom HORSEMAN als Augenzeuge vor Ort war, als im April 2017 bei einem Pfisterkurs ein Pferd ums Leben kam. Da kann in Sachen Wahrheit ja eigentlich nichts mehr schief gehen. Und tada: Wenn man die entsprechende Sommer-Ausgabe aufschlägt, findet man sie: Die Wahrheit in einem Kasten, den man fast übersehen hätte, weil er in einem großen, ja schon riesigen Artikel zum Thema Verantwortung versteckt ist. In diesem klitzekleinen Kästchen wird quasi am Rande erzählt, was in Leichlingen passiert „ist„: Es seien mehrere Pferde „eher“ unter Stress geraten, als Pfister ihnen mithilfe der Fußlonge Lektionen wie Kompliment oder das A genoux (Knien) beibringen wollte. Man erfährt wegen dieser Augenzeugin tatsächlich etwas Wahrheit oder wohl eher das, was landläufig unter der halben Wahrheit bekannt ist, ach was schreib ich? Viertel Wahrheit … Moment ich muss mal eben den Taschenrechner holen: Eins im Sinn, Adam Riese, ach ihr seid jung, könnt bestimmt den Dreisatz von 13, davon drei Anteile, na wer kriegt es raus? Im Kästchen steht nämlich, dass das Pferd drei Mal gestiegen sei und beim dritten Mal tödlich gestürzt ist. Im Video unten zähle zwar auch ich diese drei Stürze (man sieht zwei und weiß vom Dritten), aber das Pferd ist in knapp sieben Minuten Videoaufnahme ganze 13 Mal gestiegen, aber halt nicht jedes Mal gestürzt. Stellt sich die Frage, wer hier nicht zählen kann: Die oder ich? Deswegen mussten meine Kinder auch noch mal zählen mit dem Ergebnis: Es bleibt bei der Unglückszahl 13.

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Meuterer auf Insel gestrandet, Schiff schippert munter weiter

SATIRISCHE Chronologie zum obigen Video für die, die sagen, sie würden im zeitlichen Ablauf nicht durchblicken – ich helfe da ja gerne (Definition der Satire: HIER):

Pfister Buch Bild

In meinem neuesten Buch sind auch einige Satiren

Es begab sich eines sonnendurchfluteten Sonntags, als ich auf der Pferdewiese von einer Mitmoderatorin aus Bayern, mit der ich vorher keinerlei Zerwürfnis hatte, eine PN (Privatnachricht) im Adminchat erhielt, die ich mangels Brille auf dem Handy kaum lesen konnte und unter zuhilfenahme meiner weniger blinden Kinder entzifferte. Mitgeteilt wurde,  dass Team Bayern alle Mustang Makeover Themen aus meiner 9.000-köpfigen Facebook-Gruppe gelöscht habe. Begründung: Bayern habe jetzt selbst eine 20köpfige MMO-Gruppe (wofür sie unbegrenzt bei uns werben darf, aber Zensur?). Den beiden anderen Admineusen (u.a. mir) knallte die Kinnlade auf die Pferdekoppel, wo wir uns, ob des Wetters gerade befanden – die eine in NRW (meiner einer), die andere in BaWü. Aber screenen geht ja auch zwischen Schubkarren und Pferdeäppeln, also wurde die Einleitung in die Gruppenregeln gescreent und alsbald auf die Schnelle mit einem kurzen: „Warum gelöscht?“ in den Chat geteilt und von Bayern gekontert mit: „Ich habe jetzt keinen Bock mir die Gruppenregeln durchzulesen. Ich bin raus“, worauf Team Bayern tatsächlich der Gruppe entschwunden war, zuvor hatte sie den Postern anbefohlen, ihre Threads erneut in die Gruppe zu teilen. Ihre Wünsche waren uns allen Befehl und wir haben im vorauseilenden Gehorsam alles akzeptiert, was der Moderatorins Herz begehrte. Wir Rest vom Adminchat sahen auch nicht das geringste Problem darin, dass die Teams Bayern, BaWü und NRW auch in zwei der kleinen Mustanggruppen und auch in „Ohne Maulkorb“ und „professionelle Motzbox“ vertreten waren: Das sind vier Gruppen, die man schon deswegen in die eine mit 50 Kopf zusammenführen könnte, weil ansonsten in allen vieren dieselben 15-20 Mitglieder sind, die größtenteils von mir ins Boot geholt wurden. Team BaWü teilte nun Team NRW mit, dass in der Motzbox seit Tagen Gefühle einer Busenfreundin des Bayern-Teams durch mein Verhalten verletzt seien und man dies dort ausgiebig lamentiere – hä? Wegen einem Warum und einem Screenshot der Gruppenregeln? Weil ich gelegentliche Anfälle von Erwachsensein habe, ist es mir eine geschlagene Woche gelungen, weder in der Motzbox noch in Ohne-Maulkorb hereinzuschneien, weil ich irrigerweise dachte: Das läuft sich tot, wenn man kein Öl rein gießt. Das geplante Aussitzen meinerseits scheiterte nun aber an der Streitlust der Gegenseite. Als es nun nicht gelingen wollte, mich in Motzbox und Maulkorb zu locken, verlagerte man das Schlachtfeld in eine der beiden Mustanggruppen. Ich bin übrigens nach obigen Video aus beiden gefeuert worden, obwohl ich nur in einer überaus gelegentlich geschrieben hatte, aber was ich so schrieb, das war böse und niederträchtig (Team BaWü ging freiwillig – obwohl Team Bayern später Stein und Bein schwor, sie habe Team BaWü gefeuert, weil Bayern BaWü blockiert hat – muss man nicht verstehen, ist eh falsch). Einmal hatte ich tatsächlich die Stirn dort zu schreiben, dass in Amerika das Schlachten von Pferden verboten ist – kurz, knapp und wertfrei. Wie konnte ich nur? Nun ging ein vollkommen berechtigter Shitstorm auf mich hernieder. Wie konnte ich es wagen, den US-Amerikaner einfach nur Amerikaner zu nennen (tut mir so leid: Ich habe die Formulierung aus Hollywood-Filmen. Das hätte nicht passieren dürfen). Es war also absolut richtig, dass ich ausführlich darüber belehrt wurde, dass neben den USA auch Mexiko und Kanada dem amerikanischen Kontinent zuzuordnen sind – das habe ich nicht gewusst, aber ich hätte es wissen müssen, was zu einer vorbehaltlosen Zerknirschung meinerseits führte und in einer förmlichen und vorbehaltlosen Entschuldigung gipfelte. John Cleese von Monty Python wäre vor Neid erblasst; bei ihm klang das in etwa so und danach gehts weiter im Text, weil das Drama kein Ende nahm:

Weil diese Entschuldigung meinerseits in keinem Verhältnis zum beschämenden Vergehen meiner Person stand, wurde ich mit wortlosen Links zugeballert, die bewiesen, dass es in der Tat den einen oder anderen Mustang gab, der in Mexiko oder Kanada sein Ende im Schlachthof fand – wie kann man da nur beiläufig erwähnen, dass Pferdeschlachten in den USA verboten ist? Wie herzlos von mir. Daraufhin bereuten die Damen bitterlich, dass sie jemals mit mir kooperiert hatten und Giftschlange beanstandete, dass Mustang-Themen an die Öffentlichkeit gehören und nicht in irgendwelche Blogs – es sei dabei auch völlig egal, dass mein Blog Tausende Leser hat und ihre MMO-Gruppe nur 20 Mitglieder: Die Gruppe sei öffentlich und damit Ende der Diskussion (ich wollte euch ihre Gruppe verlinken, aber bin blockiert und finde sie nicht: so sry). Bislang wurden mir ja von Team Bayern samt Busenfreundin noch Screenshots oder ähnliches Beweismaterial zur Verfügung gestellt, weil ich die größere Reichweite habe. So hatte ich vor meinem unverzeihlichen Fauxpas Screenshots gesammelt, welche harmlosen Kommentare vom MMO Deutschland gelöscht und deren Urheber blockiert wurden, um zu beweisen, wessen Geistes Kind Herr Stracciatella ist (HIER zu finden). Da ich Dummchen dachte, dass das ja im Interesse aller MMO-Gegner sei (neuer Themenmonat mit Gastbeiträgen von Hardy Lahn: HIER), habe ich die Dreistigkeit besessen, die Endversion zwecks Fehlersuche in diese 15 bis 20 köpfige Gruppe zu stellen (kann Mitgliederzahl nicht nachprüfen, wurde ja gefeuert). Die gemeinsame Fehlersuche erfolgte prompt und zeitigte Erfolge: Binnen zehn Minuten waren die beiden klitzekleinen Fehler in 20 verfügbaren Screens beseitigt. Es waren zehn unverzeihliche Minuten, in denen ich vergessen hatte, zwei Namen von Unbeteiligten, deren Kommentare auf einer öffentlichen Like-Seite auf den Screens noch nicht einmal erkennbar waren, zu schwärzen. Das hätte mir nicht passieren dürfen und meine Idee, dass andere noch mal drüber gucken, ob ich etwas übersehen habe, bevor ich es teile, kann nur eine Ausgeburt der Hölle sein. Was für ein Faux-Pas. Vollkommen verständlich, dass Team Bayern sich nun ausgiebig zur Beratung mit Frau Schießhund zurück ziehen musste.

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In dieser Satire gibt es auch eine Frau Schießhund

Bei Frau Schießhund handelt sich übrigens nur um einen Fabelnamen, weil dieser ja knurrt und bellt. Diesen brauchen wir, weil wir ja keine Namen nennen wollen und Team Bayern spätestens jetzt kein Team mehr sein wollte. Weil Team Bayern ja so gut im Schreiben persönlicher Nachrichten zu sein scheint, schien mir der Fabelname Frau Giftschlange recht passend. Als nun Schießhund und Giftschlange ihre gefühlt tagelangen Whats-App-Konferenzen beendet hatten, präsentierte man einen brillianten Schildbürgerstreich: Wir-ändern-einfach-die-Gruppenregeln-um-ungeliebte-Gruppenmitglieder-rauszuekeln. Und ich naiver Depp tappte mitten rein in die Falle, indem ich schrieb: „Ich habe ja immer gefragt, ob ich Screens von euch haben darf.“ Das war Inhalt der neuen Regel: Wer-Screens-ohne-Erlaubnis-nach-außen-bringt-fliegt-im-Nullkommanichts-ohne-Anhörung. Zu meiner Entlastung möchte ich anbringen, dass ich Dussel dachte, die meinen gar nicht mich, weil ICH ja immer und ausschließlich um Erlaubnis gefragt hatte (Screenshots liegen der Redaktion vor: Redaktion ist eine Facebook-berühmt-berüchtigte Diktatorin).

Mir ist aber auch wirklich nicht zu helfen: Warum ich diese Erlaubnis denn in der Gruppe und nicht per PN eingeholt hätte, wurde ich gemaßregelt (Oh Mann: das stand noch nicht einmal in der Neuerung der Gruppenregeln: kann ich hellsehen?) Also folgte der Tragödie … ääh …. der Entschuldigung à la John Cleese zweiter Teil mit meiner lächerlichen und kindergartenreifen Rechtfertigung: „Ja, das war ein Fehler, tut mir sehr leid, aber ich dachte, wir kontrollieren die Screens gemeinsam und teilen uns die Arbeit, weil kleine Gruppe und wir sind doch unter uns … bla, bla.“ Wie konnte ich nur? Zu Recht rappelte es jetzt richtig im Karton, weswegen ich mich nicht traute zu erwähnen, dass Frau Schießhund diese Screens ja ebenfalls ohne geschwärzte Namen in die 50köpfige Gruppe nicht nur selbst gepostet, sondern sogar wochenlang geduldet hatte. Von ihr hatte ich ja die scheinbar voreilige Erlaubnis, die ihr wohl den Nachtschlaf geraubt haben muss, man würde sie deswegen verhaften, wenn ich das Schwärzen vergessen, denn wenn sie es vergisst, dann ist der Richter gnädig. Ein Screenshot mit erkennbaren Namen entnommen einer öffentlich zugänglichen FB-Seite, schien schlimmer als Mord und Totschlag zu sein, sofern es in meine Hände gerät. Ich weiß ja nicht, welches Gesetz sie bei ihrer mich nun ereilenden Verwarnung meinte, aber bei übler Nachrede (§§ 185-187 StGB) ist es egal, ob Lügen drei oder dreitausend Leuten auf die Nase gebunden werden: die Strafe ist gleich. Aber in einem unbegründeten Anfall von Feingefühl, hielt ich die Klappe, wir sind ja nicht vor Gericht. Vor echten Gerichten ist die Angeklagte ja auch anwesend, wenn das Urteil gefällt wird: Ich wurde hingegen in Abwesenheit zu lebenslanger Verdammung verurteilt, aber macht nichts: Man hat keinen Rechtsanspruch auf Mitgliedschaft in einer FB-Gruppe und so nahm ich die Verbannung klaglos auf die leichte Schulter (na gut, ich geb’s zu: In meiner Gruppe bin ich ein bißchen drauf rumgeritten, dass wenn die das dürfen, ich das hoffentlich auch darf – ein Vögelchen zwitscherte mir einen Screenshot eines weiteren Rauswurfs aus den vier Minigruppen: Die Frau hatte es angeblich gewagt, ihr Profilbild zu entfernen. Stimmt gar nicht: Die hat eins). Der Anlass für meine Verbannung war glaube ich sogar, dass ich die Dreistigkeit besaß, die Vorwürfe gegen mich richtig zu stellen und das auch noch auf Youtube. So eine bodenlose Frechheit – ich glaube, ich stehe mit einem Fuß im Knast.

Hoppla und vorbehaltlose Entschuldigung (bitte Video oben erneut anschauen, so doll will ich mich entschuldigen): Jetzt hätte ich fast die Vorgeschichte vergessen, denn so ein Youtube-Video entsteht ja nicht aus dem Nichts.  Meinereiner ging nämlich im Vorfeld allmählich die Besonnenheit aus, weil ich mich meines Nachtschlafs beraubt sah, ob der völlig aus der Luft gegriffenen Vorstellung, dass das Fabelwesen mit Spitznamen Giftschlange im PN-Verkehr bei Leuten, die mir nahe stehen, schlechte Stimmung gegen mich macht. Es ist ganz sicher Zufall, dass mir von Mitstreiterinnen, die sich dann raushalten wollen, wenn sie sich meine Seite anhören müssten, aber ungeprüft die Gegenseite glauben (raushalten wollen ist übrigens ein Synonym für: Ich-halte-zur-Gegenseite) Folgendes vorwerfen lassen muss: Wie konnte ich es wagen, Frau Giftschlange aus dem Adminchat werfen, wo sie doch in der Vergangenheit so viel für mich getan hat? Sie hätte nie ein schlechtes Wort auf mich kommen lassen und so würde ich ihr das danken: Erstens habe ich sie nicht rausgeworfen, die hat die Brocken geschmissen, weil ich so kackendreist war, auf die Gruppenregeln meiner Gruppe  zu verweisen. Und zweitens wäre es wirklich Kindergarten, wenn ich jetzt aufzähle, was ich alles für Frau Giftschlange getan habe – es ist hingegen kein Kindergarten, wenn Giftschlange Selbiges in PNs aufrechnet – klar soweit? Weil offenbar nicht gleiches Recht für alle gilt, schwieg ich mich also darüber aus, wie viele kostenlose Videoanalysen und Pferdetrainingstipps Frau Giftschlange von mir erhalten hatte.

Außerdem wurde bei mir ein Talent entdeckt, was kein anderer Mensch kann. Ich bin der einzige Menschen in der großen weiten Welt, der es gelingt, sich lächerlich zu machen, ohne auch nur ein einziges Wort zu schreiben. Der Lächerlich-Vorwurf kam meist dann, wenn ich mich gerade aus Diskussionen bei Mustang, Maulkorb, Motzbox zurück gezogen oder komplett heraus gehalten hatte. Dann wurde unter meine wenigen Uralt-Kommentare geschrieben: „Kannst Du es nicht endlich mal gut sein lassen? Das ist doch Kindergarten. Du machst Dich lächerlich.“ Hä? Ich hatte seit Stunden nichts geschrieben und mein gleichnamiges Zweitprofil auch nicht. Das heißt wie ich und ist statt meiner einer im Ohne-Maulkorb-FB-Bereich – technische Panne: Ich lasse aber auch wirklich kein Fettnäpfchen aus und wenn ich jetzt damit anfange, dass ich die Zweitprofile von Frau Schießhund und Frau Giftschlange sogar namentlich kenne … wisst ihr, was das jetzt wieder ist? Genau, ihr habt es erraten: Kindergarten. Und dass mein Zweitprofil meinen Namen trägt und denen ihre Zweit- und Drittprofile nicht, das ist so was von lächerlich, dass ich das auch noch erwähne, um einmal den Argumentationsstrang von Schießhund und Giftschlange als Plot zusammenzufassen. Aber lassen wir das und erzählen wie mein zweites Ich furchtlos in die Ohne-Maulkorb geflitzt ist, die besser Ohne-Maulkorb-für-alle-MIT-MAULKORB-FÜR-NICOLA heißen müsste und hat sich dort die in dieser Gruppe ausgiebig ausgebreiteten verletzten Gefühle des Schießhundes zu Gemüte geführt. Der Übeltäter war mein erstes Ich, das eine Diktatur in Form einer Facebook-Gruppe ins Leben gerufen hat. Bei dieser meiner Gruppe wären Stalin, Hitler und Honecker vor Neid erblasst: Denn wer in meiner Gruppe seine Meinung nicht sagen darf, der steht jetzt da im kurzen Hemd: Wo wird man im großen, weiten Schland nur seine Meinung los, wenn nicht bei mir? Die Damen haben also recht, aber sowas von: Wie kann ich es wagen, meine eigene Facebook-Gruppe als mein Wohnzimmer zu bezeichnen, wo ich tun und lassen kann, was ich will. Das geht ja gar nicht. Und dem Fass den Boden ausgeschlagen habe ich mit folgender unverschämten und herzlosen Aktion. Ich besaß die Stirn zu erwähnen, dass in den meisten Facebook-Gruppen das vehemente und wiederholte Infragestellen von Adminentscheidungen zum Gruppenausschluß führt, weil die Admins dort weder Zeit noch Lust haben, sich vor Tausenden von Mitgliedern zu rechtfertigen. Anlass war, dass binnen zwei Stunden, mir zuerst von Frau Schießhund vorgeworfen wurde, ich wäre viel zu lasch: Sie forderte, dass ich eher harmlose Regelbrecherinnen erst blockiere und dann rauswerfe. Vor lauter Angst, dass man mir wieder Diktatur vorwirft, habe ich einem rotzfrechen Fakeprofil von Frau Giftschlange demnach nicht nur eine Verwarnung ausgesprochen, sondern im vorauseilenden Gehorsam Frau Schießhund gegenüber die Blockierung angedroht und dachte, Schießhund freut sich jetzt wie Bolle, aber weit gefehlt. Im Brustton der Entrüstung fragte Frau Schießhund (jetzt wären wiederum Inquisitoren und Hexenverfolger des Mittelalters vor Neid erblasst): „Warum hast du denn den jetzt rausgeworfen? Der hat doch nichts gemacht„, worauf ich erwiderte, dass dieser freiwillig gegangen sei und ich mich lediglich provoziert gefühlt hatte (ich stell mich aber auch an) durch den ununterbrochenen Spruch des mutmaßlichen Fakeprofis: „Die Pferdeprofis sind toll, aber die Besitzer sind alle dumm,“ als hätte Herr Fake eine Schallplatte verschluckt. Dieser Spruch kam in einer Penetranz, dass ich hier zuhause mehrfach auf die Tischkante aufschlug, im aussichtslosen Versuch, meine Fassungslosigkeit zu bewältigen. Als ich mich vom auf die Tischkante aufschlagen endlich erholt hatte, waren 99 Prozent Tolle-PP-dumme-Besitzer-Kommentare auf wundersame Weise entschwunden. Dafür erhielt ich von Herrn Wahrscheinlich-ein-Fake auf meine Verwarnung ein Keep-calm-GIF: der alltägliche Facebook-Wahnsinn.

Nun hatte Frau Schießhund allen Grund in ihrer Ohne-Maulkorb-Gruppe gefühlte drei Tage auszurasten und endlich ging der Plan von Frau Schießhund und Frau Giftschlange auf: Ich gab meinen ursprünglichen Ich-sitze-das-aus-Plan auf und ohrfeige mich heute noch dafür: Wie blöd muss man sein? Das war wohl genau das, was die erreichen wollten. Also stellte mein zweites Ich, weil das Erste in dieser Gruppe nicht vertreten ist, ein Ultimatum: „Wenn dieses jetzt seit zwei Wochen andauernde Mobbing über echte und unechte Profile nicht aufhört, dann werde ich dazu öffentlich Stellung nehmen und die über mich verbreiteten Lügen richtig stellen. Wenn aber jetzt Ruhe einkehrt, werde ich das natürlich nicht tun.“ Sie hatten die Wahl. Ich weiß aus heutiger Sicht, dass es naiv war zu denken, das wäre mein gutes Recht. Ich hätte natürlich berücksichtigen müssen, dass wenn zwei das Gleiche machen, es noch lange nicht das Gleiche ist – wo kämen wir denn da hin? Ist doch klar, dass es vollkommen in Ordnung ist, wenn Frau Giftschlange und Frau Schießhund Intrigen schmieden. Wenn ich es wage, sie mit den eigenen Waffen zu schlagen, ist das natürlich ein ausgebuffter Skandal – klar soweit? Und als Reaktion auf meinen Hand(st)reich zum Waffenstillstand mit potentiellem Schwamm-drüber, postete Frau Giftschlange dann eine Litanei auf ihre Chronik, die man nur dann als üble Nachrede im Dutzend ansehen könnte, wenn man stark untertreibt. Mir war es zwar gerade noch gelungen, ein ironisches Lach-Smiley an die Frau zu bringen, aber meine Erwiderung, die ich dann – so wie hier – lang und breit formulierte, stieß beim Drücken des „Senden-Buttons“ auf ein unüberwindliches Problem: Frau Giftschlange hatte mich blockiert und nahm auch die Freundschaftsanfrage meines zweiten Ichs nicht an: Das wurde dann gleich mit blockiert, weil mir ja in den Youtube-Kommentaren unter dem ersten Video vorgeworfen wurde, dass wir das unter uns klären soll – ja, wie denn??????? Und warum nur mir und nicht denen? Da mir die herkömmlichen Kommunikationswege nun verwehrt waren und ich keine Möglichkeit hatte festzustellen, dass die Hetzrede auf Giftschlanges Chronik direkt nach meiner Blockierung gelöscht worden war (habe einen von einem Giftschlange-Kommenter, der mittlerweile gelöscht ist), fasste ich den boshaften Plan das niederträchtige Video ganz oben aufzunehmen, in dem ich auch noch die Dreistigkeit besaß, den soeben in die Ecke geworfenen Büstenhalter NICHT wieder anzuziehen und so nahmen die Dinge ihren Lauf und die Entrüstung in YT-Kommentaren und in den Mini-Gruppen findet kein Ende.

Susannes Inselbild like my page

Karikatur: Nachwuchs von Team BaWü

Und die Moral von der Geschicht? Team BaWü und Team NRW haben es endlich begriffen: Es war eine Meuterei, aber irgendwer hat die in den Sand gesetzt, denn den Meuterern ist es nicht gelungen, das Schiff zu kapern. Die hocken nun auf einer einsamen Insel (oder auf vier Inseln?). Statt Flaschenpost drudelt der eine oder andere Screenshot bei mir ein. Gescreent von denen, die sich an der Meuterei nicht beteiligt haben und sich urplötzlich als Mit-Verbannte wiederfanden und was macht das Schiff? Das schippert vergnügt und munter weiter seines Weges. Ende der Satire, die sehr gemein und so gar nicht lustig ist. Das tut mir sehr, sehr leid, aber ihr kennt das ja schon: Video von Fisch-namens-Wanda-Christian-Wulff-Monty-Python schauen, damit ihr erneut das Ausmaß meiner Zerknirschtheit erfassen könnt.

Aber weil auch der Letzte dieses Wulff-Video jetzt ein- bis dreimal angesehen hat, sollt ihr jetzt doch noch was zum Lachen bekommen: Hier ein Video, wo zwei bis drei echte Leute (keine Fakes – ich schwör) drunter geschrieben haben, dass sie an ein bis zwei Stellen ein wenig geschmunzelt haben. Aber bevor ihr dieses Video anschaut, ist auch schon Schluss mit lustig, denn das hier ist schließlich ein politischer Blog und Politik ist heutzutage wirklich nicht mehr lustig, sondern eher lebensbedrohlich. Aus Sicht von Schießhund und Giftschlange ist übrigens mein schlimmstes Vergehen, dass ich arm bin und auch noch die Dreistigkeit habe zu betteln, also nicht Haste-mal-nen-Euro-mäßig, sondern auf Youtube betteln (der Wortstamm von bitten und betteln scheint derselbe): Nach Watchtime, nach Abos und nach Likes und das schlägt dem Fass ja endgültig den Boden aus, denn wer in Deutschland arm ist, der ist kein Opfer der Politik, sondern eine faule Sau und möge bitte in Würde verhungern, ohne irgendwem mit seiner Armut auf den Zwirn zu gehen: schon gar nicht den Wohlbetuchten. Wer das anders sieht, liest bitte folgende Denkschrift der Armut. Wer es sieht wie Schießhund und Giftschlange, erst recht:

DAS HARTZ-IV-MEMORANDUM – UNBEDINGT LESEN

Wie die Politik wissentlich dafür sorgt, dass die Schere zwischen Arm und Reich immer größer wird, könnte ihr auch in meiner Buchrezension nachlesen (ein Buch vom hochgebildeten Chefredakteur einer christlichen Zeitung in einer unchristlichen Zeit):

ZUKUNFT STATT ZOCKEN

Quellenangabe: Auf die Fabelnamen bin ich übrigens nicht selbst gekommen, sondern die sind einem Kommentar unter dem allerersten Video ganz oben entnommen. Es ist nur ein Zufall, dass die Bezeichnung „Schießhund“ in der Satire „Die Lüge vom Sozialstaat“ ebenfalls vorkommt – nicht dass jetzt wieder wilde Verschwörungstheorien gesponnen werden, die gibt es seit meinem Rauswurf aus den Gruppen nämlich zuhauf auf vier einsamen Atollen im Facebook-Meer. Ich habe da ja – wie gesagt – so meine Quellen, die nach alter Journalisten-Manier natürlich nicht genannt werden: Ist so ähnlich wie der Piratenkodex, nur ohne Piraten.

 

Youtube macht seine Creators zu Bettlern: Warum auch große Kanäle zittern müssen

Youtube Mail

Komisch: Zirkus-Vlog ist ein bad creator, „Nicola Steiner HMS“ nicht: Aber das bin doch beides ich 😉 😉 😉

Die Deadline ist abgelaufen – die gute Nachricht: Wenn wir die Watchtime erreichen (es fehlen noch etwa 800 Stunden – vor drei Tagen waren es 1.100), ist auch der kleine Kanal automatisch wieder monetarisiert – ohne neuen Antrag (siehe Mail). Die schlechte Nachricht: Eure Mühen, die Alle-Videos-Playlist zu schauen, hat nur die halbe Miete eingebracht. Vorab der Hintergrund: Vor vier Wochen hat Youtube seinen kleinen Videokünstlern den Vertrag gekündigt. Die neue Devise lautet: Wer keine 1.000 Abonnenten und keine 4.000 Stunden Wiedergabezeit in den letzten 365 Tagen hatte, erhält keine Werbung mehr auf seine Videos. Begründung: Man will die „bad creators“ – die schlechten Youtuber loswerden. Ein Schubladendenken, dass man auch in der Politik kennt: „Wer sich anstrengt, der hat Erfolg und wer keinen Erfolg hat, der hat sich keine Mühe gegeben.“ Von je her waren mit dieser Argumentation die Adeligen, die Sklavenhalter, die Unternehmer und Ausbeuter raus aus der Verantwortung ihren Mitmenschen gegenüber, den man konnte ja ruhigen Gewissens sagen: „Ich habe mir meine Millionen redlich verdient, denn ich habe mich ja angestrengt und die Menschen, die Hartz-4 beziehen, haben sich eben nicht angestrengt und sollen froh sein, dass sie überhaupt etwas bekommen.“ Subventionen des Staates für Manager lassen wir hier mal unerwähnt.

Logo mit Schriftzug kleinDieses Schubladendenken möchte ich anlässlich des Fristablaufs am Beispiel Youtube kritisch beleuchten. Zwar habe ich (wohl zum Glück) nicht in jedes meiner Videos Arbeit investiert, aber in manche schon. Dies, weil ich zwiegespalten war, denn ich musste ziemlich schnell nach der Monetarisierung feststellen: Es kommt nicht viel dabei herum. Als ich damals damit anfing, habe ich geschnitten und gemacht und getan: Ich habe z.B. den Creators-Videokurs von Youtube mitgemacht und umgesetzt, was mir mit meiner Handyausrüstung möglich war: Ein Intro, ein Kanaltrailer, einen regelmäßigen Rhythmus, wie die Videos erscheinen und eben auch ein Kanalkonzept, so dass ich die Themenbereiche, die mein Logo zeigt, auf drei Kanäle verteilt habe. Und genau das hat den beiden „Kleinen“ das Genick gebrochen, denn am Ende habe ich nur im Größten die erforderliche Wiedergabezeit zusammen bekommen. 1.000 Abonnenten haben jetzt alle drei und ich habe aus der Not heraus etwas gemacht, was ich zuvor noch nie gemacht habe: Abo-für-Abo! Und wie bin ich an die gekommen, die das ebenfalls machen? Ihr werdet es nicht glauben, aber es war ausgerechnet im Youtube-Creators-Blog. Fast 40.000 Kommentare kamen dort zusammen und 99,99 Prozent hatten den Inhalt: „Let’s help each other – if you sub me, I sub you back“ – natürlich in Englisch und aus aller Herren Länder. So schnell die Abos in den ersten Tagen gewonnen waren, so schnell waren sie auch wieder zerronnen: Entweder waren auch Betrüger darunter, die ihre Abos wieder entfernt haben oder es war Youtube selbst, das Abos entfernt hat, immer dann wenn keine Wiedergabezeit mit ihnen einher gingen. Also haben wir verbliebenen „Ehrlichen“ angefangen, gegenseitig unsere Videos anzusehen und das Vorurteil von „Die, die keine 1000 Abos / 4000 Stunden haben“ waren einfach faul und haben sich nicht genug Mühe gegeben, hat sich mitnichten bestätigt. Ich habe da so viele Kanäle entdeckt, wo ich dachte: „Wow, das ist ja toll.“ Drei davon stelle ich Euch im folgenden Video vor und ihr werdet sehen, dass es ganz sicher keine „bad creators“ sind und, dass hinter vielen dieser Videos richtig viel Arbeit steckt: Ergreifende oder unterhaltsame Videos, die nur einen Makel haben: Man findet sie auf Youtube nicht. Bei anderen, die ich aus Platzgründen nicht vorstelle, sieht man zudem, dass sie viel Geld in Kamerausrüstung und Beleuchtung gesteckt haben: Nun war alles für die Katz.

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Ein Pferd als Märtyrer – Evita soll nicht umsonst gestorben sein

Der folgende Blogbeitrag ist ein Ausschnitt aus meinem neuesten Buch – die besten Artikel erscheinen natürlich nicht hier im Blog, sondern exklusiv im Buch. Mehr Infos zu „Tod eines Pferdes – Zirkuslektionen …“: HIER

 

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Wie kann man da als Besitzer zusehen – den Besitzerin sollte man lebenslanges Tierhalteverbot aufbrummen„, war einer der unzähligen Kommentare, die man Mitte Dezember auf Facebook zu lesen bekam. Es ging um das Pferd Evita, das durch umstrittene Methoden des Zirkustrainers Peter Pfister zu Tode kam. Dennoch bekam ich subjektiv den Eindruck, dass mehr Leute den Besitzern (z.T. sogar der Reitbeteiligung) die Schuld an diesem grausamen Tod gaben als dem Trainer, dem ja immerhin von der Reitbeteiligung gesagt wurde, dass sie das nicht möchte, der ihren Einwand jedoch mit „Ich aber“ rigoros „abwürgte“. Daraufhin lief die Reitbeteiligung bestürzt und vor Hilflosigkeit weinend aus der Halle. Als sie sich gefangen hatte und zurückkam, war das Pferd tot: Genickbruch nachdem es 13 Mal gestiegen war und sich drei Mal überschlagen hatte.

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Kapitalverbrechen Kollegenschelte: Die Sache mit dem Neid (Glosse)

Entwurf Pfister Cover

Der folgende Blogbeitrag ist ein Ausschnitt aus meinem neuesten Buch – die besten Artikel erscheinen natürlich nicht hier im Blog, sondern exklusiv im Buch. Mehr Infos: HIER

Auch die Dressurstudien reihen sich ein in die Reihen der Magazine, die die Hauptaufgaben der Fachpresse (öffentliches Informationsinteresse & Kontrollfunktion) ignorieren und mit stolzgeschwellter Brust erklären, dass sie „ganz bewusst“ nicht über Evita berichtet haben – zunächst aber ein kleines Vorab:

Satire Definition

Sachlich ist langweilig: Ich übe lieber Kritik, denn die Presse tut es ja nicht, außer an der unschuldigen Ausrüstung

Habt ihr eigentlich gewusst, dass ich mal bei den Dressurstudien gearbeitet habe? Es war nur ein kurzes Intermezzo. Ich hatte damals zunächst für artgerecht-pferd geschrieben. Meine Artikel fielen offensichtlich auf und daher hat mich eine Redakteurin der Dressurstudien angeworben. Man brauche dort Verstärkung, weil einige Kollegen aufgehört hätten, und dann war es vorbei mit meiner locker-flockigen zuweilen frechen „Schnüss“. Jetzt sollte es seriös sein: Kann ich auch, habe ja Jahrzehnte in Nachrichtenredaktionen gearbeitet, aber selbst da hat man auf den Konjunktiv dann doch oft verzichtet, wenn klar war, wessen Meinung wiedergegeben wird – nicht so bei den Dressurstudien.

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